Bayern

Wir machen uns für Streuobst stark!

Streuobstwiesen haben für die Artenvielfalt und das Landschaftsbild in Bayerns Kulturlandschaft eine große Bedeutung. Sie gehören mit circa 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Viele Streuobstwiesen sind in den letzten Jahrzehnten jedoch aus mangelnde Rentabilität aus der Nutzung gefallen, überaltern und gehen verloren. Mit ihnen verliert Bayern nicht nur Lebensraum und regionale Sorten, sondern auch ein Kulturgut.

Im Rahmen des Volksbegehrens "Rettet die Biene" wurden daher auch Maßnahmen für den Erhalt und der Mehrung von Streuobstwiesen gefordert. Mit dem "Streuobstpakt" will die bayerischen Staatsregierung ihren Verpflichtungen aus dem Versöhnungsgesetz nachkommen: es sollen eine Million neuer Bäume gepflanzt werden, sowie die rentable Nutzung wieder gestärkt werden, in dem Vermarktungswege verbessert werden.

Der DVL war in der vorbereitenden Arbeitsgruppe an der Entwicklung des Streuobstpakts beteiligt und begleitet den Prozess weiterhin in der Steuergruppe und weiteren Arbetisgruppensitzungen. Mit Seminaren und Schulungen unterstützt er den fachlichen Austausch der Landschaftspflegeverbände zum Thema Streuobst. Im Rahmen des Streuobstpakts wird der DVL neue Projekte der Landschaftspflegeverbände anstoßen und die gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse zusammenführen.

Die bayerischen Landschaftspflegeverbände setzen sich seit Jahrzehnten für den Erhalt, die Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen und Sortenvielfalt ein. Sie organisieren Pflanzung und Baumschnitt und haben bereits zahlreiche regionale Vermarktungsinitiativen gegründet. Ihnen kommt bei der Umsetzung der ambitionierten Ziele des Streuobstpakts eine wichtige Rolle zu.

4 Schritte zur Erhaltung und Förderung von Streuobstwiesen in Bayern

  1. Grundlagen schaffen
    Sortenkartierungen fördern
    Streuobstwiesen bayernweit kartieren
  2. Bäume erhalten
    Baumwarte ausbilden
    Erziehungs-, Erhaltungs- und Auslichtungsschnitt fördern
  3. Bäume pflanzen
    Beratung stärken
    Obstbäume fachgerecht pflanzen
    Langfristige Pflege gewährleisten
  4. Regionale Vermarktung anstoßen
    Beschaffung von Infrastruktur (Pressen, Abfüllanlagen etc.) fördern
    Potenzielle Märkte erkunden
    Geeignete Vermarktungsstrukturen aufbauen
    ggf. Bio-Zertifizierung fördern
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