Bayern

DVL-Landesbüro Bayern

Zu den Aufgaben gehören:

  • Aktivitäten der bayerischen Landschaftspflegeverbände koordinieren
  • Landschaftspflegeverbände beraten und qualifizieren
  • Landschaftspflegeverbände stategisch weiterentwickeln
  • Kontakstelle zu Ministerien (Umweltministerium, Landwirtschaftsministerium)
  • Gründungsinitiativen von Landschaftspflegeverbänden unterstützen und beraten
  • landesweite Projekte gemeinsam mit Landschaftspflegeverbänden entwickeln und umsetzen
  • sich für eine ausreichende Ausstattung der Mitglieder mit Finanzmitteln einsetzen
  • Praxiserfahrungen der Landschaftspflegeverbände sammeln und in Förderprogramme und Landespolitik einbringen
  • Informationsfluss und Erfahrungsaustausch der Mitglieder untereinander und zu den Behörden und öffentlichen Stellen gewährleisten
  • mit Landesämtern und Verbänden kooperieren und vernetzen
  • Kleinprojekte aus Mitteln der GlücksSpirale koordinieren
  • die bayerischen Landschaftspflegeverbände in landesweiten Fachgesprächen und Arbeitskreisen (z.B. ELER-Begleitausschuss, Streuobstpakt) vertreten
  • die Leistungen der Landschaftspflegeverbände bei Seminaren und Veranstaltungen präsentieren

Geschichte

Josef Göppel war der Begründer der Landschaftspflegebewegung in Deutschland. Er brachte Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik an einen Tisch und gründete 1986 in Mittelfranken einen der ersten Landschaftspflegeverbände. Zur gleichen Zeit entstanden auch durch weitere regionale Initiativen Landschaftspflegeverbände, wie der VöF, der "Verein zur Sicherung ökologisch wertvoller Flächen", der heute als Landschaftspflegeverband Kelheim VöF firmiert. Diesem Vorbild folgten zahlreiche weitere Landschaftspflegeverbände in Bayern, aber auch deutschlandweit.

Mit zunehmender Anzahl von Landschaftspflegeorganisationen in Deutschland entstand der Wunsch nach Koordination, Vernetzung und politischer Vertretung. 1993 folgte die Gründung des DVL als Dachverband der Landschaftspflegeorganisationen in Deutschland mit Josef Göppel als Vorsitzenden. Als Vorsitzender, aber auch als Politiker verstand er es, über Parteigrenzen und Ressortdenken hinweg die unterschiedlichen Interessengruppen zusammen zu bringen und gemeinsame Wege zu gestalten. Damit prägte er die Landschaftspflegebewegung wie kein anderer durch eine konsensorientierte Vorgehensweise.

Vor allem in Bayern verbreitete sich die Idee der Landschaftspflegeverbände. Bayerns Landschaften sind Kulturlandschaften, die über Generationen von Menschen geprägt wurden. Sie sind oft kleinräumig und von naturverträglicher Nutzung und Pflege abhängig. Aus der starken Heimatverbundenheit der Bayerinnen und Bayern entsteht auch der Wunsch nach Schutz und Mitgestaltung der Landschaft. Landschaftspflegeverbände bieten Akteuren aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik die Möglichkeit gemeinsam und unabhängig ihre Region zu gestalten. Diese Herangehensweise hat sich in Bayern durchgesetzt und bewährt. Mit den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien (LNPR) hat der Freistaat eine entscheidende Fördergrundlage der Landschaftspflegeverbände und ihrer Pflegemaßnahmen geschaffen. Sie ist bis heute die wichtigste Säule der Verbände.

Bis heute gibt es in Bayern die meisten Verbände, circa 1/3 der Mitgliedsverbände des DVL sind aus Bayern. Zu den bayerischen Mitgliedern im Netzwerk des DVL gehören nicht nur Landschaftspflegeverbände mit drittelparitätischem Vorstand, sondern auch vergleichbare Organisationen mit dem Schwerpunkt der Landschaftspflege.

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